Meine Praxis hat Schwerpunkte in Bezug auf die Art der Behandlung (Wie?) und in Bezug auf die Krankheitsbilder und Problematiken, mit denen ich mich bevorzugt befasse (Wer?).
Das Wie lässt sich wie folgt benennen:
- kurze Wartezeiten auf ein Erstgespräch (wenige Tage, nicht Wochen),
- vorzugsweise (Krisen-) Beratung und ggf. Kurztherapie, sowie
- Fokus auf Stärkung der eigenen Ressourcen (Zurückgewinnen von Selbstvertrauen und Zuversicht).
Wer steht - trotz des reduzierten Angebots ab 1.1.2026 - weiter im Fokus?
Erwachsene Personen mit Depression (akute Depression und Burn-out) sowie Personen, die von Krebserkrankungen oder anderweitigen (chronischen) körperlichen Krankheiten betroffen sind, ebenso Angehörige.
Bei Personen mit primär körperlichen Beschwerden ist oftmals gar keine Psychotherapie erforderlich. Im Vordergrund stehen vielmehr Hilfen bei der Klärung der eigenen Situation und eine Beratung bei der Anpassung an die oft schwierigen neuen Lebensbedingungen. In Deutschland wird der Psychotherapiebedarf von schwer körperlich Kranken seitens meines Berufsstandes typischerweise überbetont und auch überschätzt - was seinen Grund vielleicht darin hat, dass Psychotherapie von den Krankenkassen bezahlt wird, nicht aber Beratung.
Warum (fast) nur Beratung?
Ich werde aus Altersgründen den Umfang meiner klinischen Tätigkeit ab dem 1.1.2026 deutlich einschränken. Davon wird primär die psychotherapeutische Arbeit betroffen seiin. Denn ab dem 1.1.26 werde ich nicht mehr gewährleisten können, jenseits der üblichen Urlaubszeiten für längerfristige Terminvereinbarungen zur Verfügung zu stehen. Aber genau das ist für Psychotherapien erforderlich. Denn sie ziehen sich meist über viele Monate hin und sind dann in der Regel wöchentlich terminiert. Mein Angebot wird daher im neuen Jahr vorrangig auf Diagnostik und Beratung beschränkt bleiben.
In Einzelfällen werde ich aber dennoch Psychotherapie anbieten. Dies vor allem dann, wenn ich meinen Terminkalender verlässlich über mehrere Monate überblicken kann UND wenn ich im konkreten Fall ausreichend sicher bin, dass schon in relativ kurzer Zeit viel für den Patienten erreicht werden kann. Das wird dann am ehesten bei akuter depressiver Symptomatik und Behandlung mit Interpersonelle Psychotherapie der Fall sein. Es kann aber auch für Patienten gelten, deren klinische Symptomatik so moderat ausgeprägt ist oder deren persönliche Widerstandskräfte und Ressourcen so gut sind, dass schon mit einem niederschwelligen psychotherapeutischen Angebot eine ausreichende Besserung ihrer Situation zu erreichen ist.