Krebs Cancer 
 

Durch meine im März 2017 begonnene Mitarbeit am Tumorzentrum der Helios-Kliniken bin ich nun auch intensiver mit den psychologischen Aspekten von Krebserkrankungen vertraut und mit den Möglichkeiten der psychologischen Unterstützung von Patient und/oder Angehörigen.

Meine über 20jährige Vorerfahrung im Bereich der somatischen Medizin (körperliche Krankheiten) hat mir dabei den Zugang zum Thema sehr erleichtert. Denn die aus dieser  früheren Arbeit gezogenen Lehren empfinde ich auch für die Arbeit mit krebskranken Menschen zutreffend. Zusätzlich habe ich inzwischen eine Weiterbildung zum Psychoonkologen (WPO) erfolgreich abgeschlossen.

Mein konkretes Versorgungsangebot für Krebspatienten habe ich an anderer Stelle bereits erläutert.
Auf dieser Seite möchte ich Sie auf Themen hinweisen, die für Sie als krebskranke Person oder als Angehöriger eines krebskranken Menschen von Interesse sein könnten. Sie finden über die hinterlegten Links ausführlichere Informationen zu den jeweiligen Themen.

Telefonieren oder Recherchieren?

Vorab aber eine besonders wichtige Empfehlung für alle, die auf der Suche nach verlässlichen - und möglichst individuell passenden - Informationen zum Thema Krebs und dessen Behandlung sind (und die vielleicht sowieso lieber telefonieren als recherchieren): Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg betreibt unterstützt aus Bundesmitteln eine telefonische Fachberatung, die täglich (außer zu Weihnachten und Sylvester) zwischen 8h und 20h besetzt ist.

Kostenloser Anruf unter: 0800 420 30 40

Dort trifft man zunächst auf Telefonistinnen, die Ihr Anliegen anhören und dann zu dem am besten geeeigneten Fachberater (Ärztinnen und Ärzte mit entsprechenden Kenntnissen in Onkologie) durchstellen. Die Anrufe sind kostenlos und dürfen, wenn es Not tut, durchaus auch einmal länger dauern.
Geboten werden Auskünfte als Informationen, etwa wenn Sie über Fachbegriffe im Arztbrief gestolpert sind, und erklärt bekommen wollen, oder wenn Sie sich fragen, ob es in Ihrem Fall ratsam ist, eine Zweitmeinung einzuholen usw.
Was nicht geboten wird, sind konkrete Behandlungsratschläge (nehmen Sie lieber Medikament A oder B usw.). Dies bleibt einzig dem behandelnden Arzt vorbehalten.

Wenn Sie mit ganz kniffligen Fragen kommen, werden die Fachberater im Zweifel sogar auch noch einmal intern recherchieren oder mit Kollegen diskutieren, und Sie dann zurückrufen. In Zeiten einer durch Überbetonung betriebswirtschaftlicher Kriterien permanent "effizienter" gemachten Medizin, der dann naturgemäß überall die Zeit fehlt, ist so etwas in meinen Augen eine unschätzbare Hilfestellung! Mehr Infos zu diesem Dienst beim DKFZ finden Sie hier.

Themen und Links zur Onkologie

  • Die sogenannte tumorassoziierte Fatigue (chronische Müdigkeit und Kraftlosigkeit) kann im Verlauf zu einer schwerwiegenden Beeinträchtigung der Lebensqualität führen. Eine gute Erläuterung finden Sie z.B. bei der Deutschen Krebsgesellschaft oder über den Krebsinformationsdienst am Deutschen Krebsforschungszentrum.
  • Was ist Palliativmedizin? Palliativmedizin und insbesondere Palliativstationen werden heute immer noch primär mit dem Sterben in Verbindung gebracht (und so lange es geht vermieden). Das ist nicht unbegründet, aber viel zu kurz gegriffen. Schon weit vor dem eigentlichen Sterbeprozess hat die Palliativmedizin dem krebskranken Menschen und seinen Angehörigen wichtige Hilfen anzubieten. Es gibt also gute Gründe, sich damit eher früher als später zu befassen. Näheres finden Sie hier.
  • Für Patienten und Angehörige entwickelte Broschüren der Deutschen Krebshilfe zu zahlreichen Tumorarten, zu Behandlungsformen (Bestrahlung, Chemotherapie usw.) und zu weiteren Themen (Ernährung, Sport, Sexualität, Sozialrecht) finden Sie hier. Vergleichbare, noch leichter online zu recherchierende Informationen finden Sie auch auf den Seiten des Krebsinformationsdienstes
  • eine Hilfestellung bei der Suche nach seriösen Informationen über "Krebs im Netz", also wie man sich im Internet sicher zurechtfindet, hat die Krebsgesellschaft in NRW veröffentlicht und kostenlos zum Herunterladen angeboten. Die kleine Broschüre, die auch allgemeine Begriffe und ihre Unterschiede erklärt (z.B. Forum, Blog, Soziale Netzwerke usw.) , finden Sie hier.

Themen und Links zur alternativen und komplementären Medizin

  • Glaubwürdige Kurzfassungen (Handzettel) zu teilweise weit verbreiteten Methoden und Mitteln der alternativen/ komplementären Medizin finden Sie hier (am Ende der verlinkten Internetseite).
  • Hier ist eine Checkliste für die Beurteilung der (Un-) Glaubwürdigkeit von Versprechungen über vermeintliche Heilungs- und Therapieerfolge der alternativen Medizin.
    Sehr hilfreich ist in dieser Hinsicht auch eine Übersicht des Deutschen Krebsforschungszentrums, das sich auf der verlinkten Seite zugleich mit verbreiteten Annahmen über die Beeinflussung von Krebs (Immunsystem, Psyche) befasst.
  • „Alternativmedizin“ und Medien: (m)eine persönliche Einschätzung dazu.
  • Heilpraktiker stehen im Fadenkreuz der wissenschaftlichen, auf systematischer Selbstüberprüfung aufbauenden Medizin.
  • Wer über gute Englischkenntnisse verfügt, findet in diesem BLOG Auskünfte über die wissenschaft-lich abgesicherten Belege der alternativen oder komplementären Heilmethoden. Die Mitteilungen sind teilweise zugespitzt formuliert, aber sehr gut abgesichert. Der Blog wird von Prof. Edzard Ernst betrieben. Er wurde 1993 an die Universität Exeter in England berufen, um dort einen (ersten) Lehrstuhl für alternative Medizin einzurichten. Auf diesem forschte er viele Jahre mit dem Schwerpunkt auf Wirksamkeit und Sicherheit unkonventioneller Therapieverfahren. Er ist inzwischen im Ruhestand. Aber wie man an seinem Blog leicht erkennen kann, ist er immer noch äußerst aktiv (und streitbar).
  • Eine für den Berufsstand der Heilpraktiker unbequeme Buchveröffentlichungvoneiner Frau, die erst Heilpraktikerin werden wollte, sich auf diesem Weg aber in eine Kritikerin verwandelte.
  • Methadon und Krebs: Hoffnung für die Verzweifelten? Oder doch ein eher trauriges Beispiel für das, was ich (siehe oben) als Problematik der unangemessenen, mitunter auch verantwortungslosen Verbindung von Medien und Medizin betrachte? Jedenfalls finden Sie hier eine spannende und zum Nachdenken anregende Bilanz des Deutschlandfunks (April 2018) zu der spektakulären Aufmachung, die Methadon als vermeintliches Krebsmedikament in den Medien 2017 gefunden hat und dann für ein entsprechend gewaltiges Echo bei Betroffenen und Laien führte.