Durch meine im März 2017 begonnene Mitarbeit am Tumorzentrum der Helios-Kliniken bin ich nun auch intensiver mit den psychologischen Aspekten von Krebserkrankungen vertraut und mit den Möglichkeiten der psychologischen Unterstützung von Patient und/oder Angehörigen.
Meine über 20jährige Vorerfahrung im Bereich der somatischen Medizin (körperliche Krankheiten) hat mir dabei den Zugang zum Thema sehr erleichtert. Denn die aus dieser früheren Arbeit gezogenen Lehren empfinde ich auch für die Arbeit mit krebskranken Menschen zutreffend. Zusätzlich habe ich inzwischen eine Weiterbildung zum Psychoonkologen (WPO) erfolgreich abgeschlossen.
Mein konkretes Versorgungsangebot für Krebspatienten habe ich an anderer Stelle bereits erläutert.
Auf dieser Seite möchte ich Sie auf Themen hinweisen, die für Sie als krebskranke Person oder als Angehöriger eines krebskranken Menschen von Interesse sein könnten. Sie finden über die hinterlegten Links ausführlichere Informationen zu den jeweiligen Themen. Weitere Beiträge finden Sie seit Juni 2020 auch auf unserem Blog.
Telefonieren oder Recherchieren?
Vorab aber eine besonders wichtige Empfehlung für alle, die auf der Suche nach verlässlichen - und möglichst individuell passenden - Informationen zum Thema Krebs und dessen Behandlung sind (und die vielleicht sowieso lieber telefonieren als recherchieren): Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg betreibt unterstützt aus Bundesmitteln eine telefonische Fachberatung, die täglich (außer zu Weihnachten und Sylvester) zwischen 8h und 20h besetzt ist.
Kostenloser Anruf unter: 0800 420 30 40
Dort trifft man zunächst auf Telefonistinnen, die Ihr Anliegen anhören und dann zu dem am besten geeeigneten Fachberater (Ärztinnen und Ärzte mit entsprechenden Kenntnissen in Onkologie) durchstellen. Die Anrufe sind kostenlos und bieten Ihnen Informationen, etwa wenn Sie über Fachbegriffe im Arztbrief gestolpert sind, oder wenn Sie sich fragen, ob es in Ihrem Fall ratsam ist, eine Zweitmeinung einzuholen usw. Nicht angeboten werden konkrete Behandlungsratschläge (nehmen Sie lieber Medikament A oder B usw.). Dies bleibt einzig dem behandelnden Arzt vorbehalten.
Mehr Infos zu diesem Dienst beim DKFZ finden Sie hier.
Alternativ ist der ebenfalls kostenlose Beratungsdienst der Stiftung Deutsche Krebshilfe zu empfehlen, der von Montag bis Freitag jeweils zwischen 8h und 17h besetzt ist:
Kostenloser Anruf unter: 0800 80708877
Themen und Links zur Onkologie
- Die sogenannte tumorassoziierte Fatigue (chronische Müdigkeit und Kraftlosigkeit) kann im Verlauf zu einer schwerwiegenden Beeinträchtigung der Lebensqualität führen. Eine gute Erläuterung finden Sie z.B. bei der Deutschen Krebsgesellschaft oder über den Krebsinformationsdienst am Deutschen Krebsforschungszentrum.
- Was ist Palliativmedizin? Palliativmedizin und insbesondere Palliativstationen werden heute immer noch primär mit dem Sterben in Verbindung gebracht (und so lange es geht vermieden). Das ist nicht unbegründet, aber viel zu kurz gegriffen. Schon weit vor dem eigentlichen Sterbeprozess hat die Palliativmedizin dem krebskranken Menschen und seinen Angehörigen wichtige Hilfen anzubieten. Es gibt also gute Gründe, sich damit eher früher als später zu befassen. Näheres finden Sie hier.
- Für Patienten und Angehörige entwickelte Broschüren der Deutschen Krebshilfe zu zahlreichen Tumorarten, zu Behandlungsformen (Bestrahlung, Chemotherapie usw.) und zu weiteren Themen (Ernährung, Sport, Sexualität, Sozialrecht) finden Sie hier. Vergleichbare, noch leichter online zu recherchierende Informationen finden Sie auch auf den Seiten des Krebsinformationsdienstes
- eine Hilfestellung bei der Suche nach seriösen Informationen über "Krebs im Netz", also wie man sich im Internet sicher zurechtfindet, hat die Krebsgesellschaft in NRW veröffentlicht und kostenlos zum Herunterladen angeboten. Die kleine Broschüre, die auch allgemeine Begriffe und ihre Unterschiede erklärt (z.B. Forum, Blog, Soziale Netzwerke usw.) , finden Sie hier.
- Eine im September 2020 in der Zeitschrift FORUM der Deutschen Krebsgesellschaft von Eva Kerschbaum und Mitarbeitern vom Krebszentrum der Ludwig-Maximilian-Universität in München veröffentlichte Liste von nützlichen Links zu Ernährungsempfehlungen bei Krebs finden Sie hier.
- Unter Betroffenen und sogenannten Laien ist die Vorstellung verbreitet, dass durch "Öffnung" des Tumors, etwa bei einer Punktion/Biopsie, bösartige Zellen entweichen und so erst die Metastasierung in Gang gebracht wird. Dieses Thema wird in einem aktuellen Beitrag des Krebsinformationsdienstes aufgregriffen (und für die meisten Krebsarten nicht bestätigt).
Themen und Links zur alternativen und komplementären Medizin
- Glaubwürdige Kurzfassungen (Handzettel) zu teilweise weit verbreiteten Methoden und Mitteln der alternativen/ komplementären Medizin finden Sie hier (am Ende der verlinkten Internetseite).
- Hier ist eine Checkliste für die Beurteilung der (Un-) Glaubwürdigkeit von Versprechungen über vermeintliche Heilungs- und Therapieerfolge der alternativen Medizin.
Sehr hilfreich ist in dieser Hinsicht auch eine Übersicht des Deutschen Krebsforschungszentrums, das sich auf der verlinkten Seite zugleich mit verbreiteten Annahmen über die Beeinflussung von Krebs (Immunsystem, Psyche) befasst. - „Alternativmedizin“ und Medien: (m)eine persönliche Einschätzung dazu.
- Heilpraktiker stehen im Fadenkreuz der wissenschaftlichen, auf systematischer Selbstüberprüfung aufbauenden Medizin.
- Eine für den Berufsstand der Heilpraktiker unbequeme Buchveröffentlichungvoneiner Frau, die erst Heilpraktikerin werden wollte, sich auf diesem Weg aber in eine Kritikerin verwandelte.
- Nützliche, aktuelle Videoveranstaltung des KREBSINFORMATIONSDIENSTES in Heidelberg zum Thema Komplementäre und integrative Methoden in der Onkologie (ca. 70 Minuten auf Youtube)