Durch meine Mitarbeit am Tumorzentrum der Helios-Kliniken vom März 2017 bis Juni 2024 bin ich auch intensiver mit den psychologischen Aspekten von Krebserkrankungen vertraut sowie mit den Möglichkeiten, Patient und/oder Angehörige psychologisch zu unterstützen.
Meine frühere, über 20jährige Berufserfahrung im Bereich der somatischen Medizin (körperliche Krankheiten) hat mir dabei den Zugang zum Thema Krebs sehr erleichtert. Denn die aus dieser früheren Arbeit gezogenen Lehren empfinde ich auch für die Arbeit mit krebskranken Menschen zutreffend. Zusätzlich habe ich eine Weiterbildung zum Psychoonkologen (WPO) absolviert.
Mein konkretes Versorgungsangebot für Krebspatienten habe ich an anderer Stelle bereits erläutert.
Auf dieser Seite möchte ich Sie auf Themen hinweisen, die für Sie als krebskranke Person oder als Angehöriger eines krebskranken Menschen von Interesse sein könnten. Sie finden über die hinterlegten Links ausführlichere Informationen zu den jeweiligen Themen. Weitere Beiträge finden Sie seit Juni 2020 auch auf unserem Blog.
Telefonieren oder Recherchieren?
Vorab eine besonders wichtige Empfehlung für alle, die auf der Suche nach verlässlichen und möglichst individuell passenden Informationen zum Thema Krebs und dessen Behandlung sind: Das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg betreibt eine telefonische Fachberatung, die täglich (außer zu Weihnachten und Sylvester) zwischen 8h und 20h besetzt ist.
Kostenloser Anruf unter: 0800 420 30 40
Unter dieser Nummer wird zunächst nur Ihr Beratungswunsch aufgenommen und Sie werden danach gefragt, wann Sie am Folgetag während eines zeitfensters von zwei Stunden für einen Rückruf erreichbar sein werden. Es meldet sich dann irgendwann in diesem von Ihnen bestimmten zeitfenster ein für Ihr Anliegen geeeigneter Fachberater (Ärztin oder Ärzte mit Fachkentnnissen in Onkologie), der oder die sich dann eingehend mit Ihrem Anliegen befasst. Sollte Ihre Frage einmal zu kompliziert sein, um sie sogleich sachgerecht zu beantworten, kommt es durchaus auch vor, dass sich die Berater bei Ihnen zu einem späteren Teitpunkt mit der passenden Antwort und Empfehlung zurückmelden.
Die Anrufe sind für Sie kostenlos und bieten Ihnen Informationen, etwa wenn Sie über Fachbegriffe im Arztbrief gestolpert sind, oder wenn Sie sich fragen, ob es in Ihrem Fall ratsam ist, eine Zweitmeinung einzuholen usw. NICHT angeboten werden konkrete Behandlungsratschläge, etwa “Nehmen Sie lieber Medikament A oder B” usw., mit denen eine Einmischung in die laufende Behandlung erfolgen würde.
Mehr Infos zu diesem sehr nützlichen Angebot finden Sie hier.
Alternativ ist der ebenfalls kostenlose Beratungsdienst der Stiftung Deutsche Krebshilfe zu empfehlen. Dieser ist von Montag bis Freitag jeweils zwischen 8h und 17h besetzt:
Kostenloser Anruf unter: 0800 80708877
Themen und Links zur Onkologie
- Die sogenannte tumorassoziierte Fatigue (chronische Müdigkeit und Kraftlosigkeit) kann im Verlauf zu einer schwerwiegenden Beeinträchtigung der Lebensqualität führen. Eine gute Erläuterung finden Sie z.B. bei der Deutschen Krebsgesellschaft oder über den Krebsinformationsdienst am Deutschen Krebsforschungszentrum.
- Was ist Palliativmedizin? Palliativmedizin und insbesondere Palliativstationen werden heute immer noch primär mit dem Sterben in Verbindung gebracht (und so lange es geht vermieden). Das ist nicht unbegründet, aber viel zu kurz gegriffen. Schon weit vor dem eigentlichen Sterbeprozess hat die Palliativmedizin dem krebskranken Menschen und seinen Angehörigen wichtige Hilfen anzubieten. Es gibt also gute Gründe, sich damit eher früher als später zu befassen. Näheres finden Sie hier.
- Eine für Patienten und Angehörige entwickelte Broschüren der Deutschen Krebshilfe zu zahlreichen Tumorarten, zu verschiedenen Behandlungsformen (Bestrahlung, Chemotherapie usw.) und zu weiteren Themen (Ernährung, Sport, Sexualität, Sozialrecht) finden Sie hier. Vergleichbare, noch leichter online zu recherchierende Informationen finden Sie auch auf den Seiten des Krebsinformationsdienstes .
- Eine Hilfestellung bei der Suche nach seriösen Informationen über "Krebs im Netz", also wie man sich im Internet sicher zurechtfindet, hat die Krebsgesellschaft in NRW veröffentlicht und kostenlos zum Herunterladen angeboten. Die kleine Broschüre, die auch allgemeine Begriffe und ihre Unterschiede erklärt (z.B. Forum, Blog, Soziale Netzwerke usw.) , finden Sie hier.
- Eine im September 2020 in der Zeitschrift FORUM der Deutschen Krebsgesellschaft von Eva Kerschbaum und Mitarbeitern vom Krebszentrum der Ludwig-Maximilian-Universität in München veröffentlichte Liste von nützlichen Links zu Ernährungsempfehlungen bei Krebs finden Sie hier.
- Unter Betroffenen und sogenannten Laien ist die Vorstellung verbreitet, dass durch "Öffnung" des Tumors, etwa bei einer Punktion/Biopsie, bösartige Zellen entweichen und so erst die Metastasierung in Gang gebracht wird. Dieses Thema wird in einem aktuellen Beitrag des Krebsinformationsdienstes aufgregriffen (und für die meisten Krebsarten nicht bestätigt).
Themen und Links zur alternativen und komplementären Medizin
- Glaubwürdige Kurzfassungen (Handzettel) zu teilweise weit verbreiteten Methoden und Mitteln der alternativen/ komplementären Medizin finden Sie hier (am Ende der verlinkten Internetseite).
- Hier ist eine Checkliste für die Beurteilung der (Un-) Glaubwürdigkeit von Versprechungen über vermeintliche Heilungs- und Therapieerfolge der alternativen Medizin.
Sehr hilfreich ist in dieser Hinsicht auch eine Übersicht des Deutschen Krebsforschungszentrums, das sich auf der verlinkten Seite zugleich mit verbreiteten Annahmen über die Beeinflussung von Krebs (Immunsystem, Psyche) befasst. - „Alternativmedizin“ und Medien: (m)eine persönliche Einschätzung dazu.
- Heilpraktiker stehen im Fadenkreuz der wissenschaftlichen, auf systematischer Selbstüberprüfung aufbauenden Medizin.
- Eine für den Berufsstand der Heilpraktiker unbequeme Buchveröffentlichungvoneiner Frau, die erst Heilpraktikerin werden wollte, sich auf diesem Weg aber in eine Kritikerin dieses Berufsstandes verwandelte.
- Nützliche, aktuelle Videoveranstaltung des KREBSINFORMATIONSDIENSTES in Heidelberg zum Thema Komplementäre und integrative Methoden in der Onkologie (ca. 70 Minuten auf Youtube)