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Ich habe seit dem Abschluss meiner Ausbildung zum Diplom-Psychologen im Jahre 1985 mit Ausrichtung auf Klinische Psychologie und bis zu meiner Niederlassung in Schwerin im August 2009 nahezu durchgängig mit chronisch kranken, verunfallten und traumatisierten Menschen und ihren Angehörigen gearbeitet (LinkDetails hierzu).

In der Arbeit mit Familien, die lernen mussten, Schicksalsschläge zu ertragen oder chronische Erkrankungen in ihren Lebensalltag zu integrieren, habe ich selbst auch wichtige Dinge gelernt, die meinen Arbeitsstil seitdem prägen:

  • wer mit einem äußeren Problem (Schicksal, Krankheit) konfrontiert ist, will nicht auch noch ein inneres, seelisches Problem „am Hals haben". Es gibt viele Schwierigkeiten, die unsere Kräfte zumindest vorübergehend übersteigen. Man ist deshalb nicht gleich „seelisch gestört", kann psychotherapeutische Hilfe womöglich aber trotzdem gut gebrauchen;
  • auch Ratsuchende verfügen über viele Kräfte und Möglichkeiten, die sie bei sich selbst mitunter nicht (mehr) sehen. Das Vergegenwärtigen des eigenen Potentials ist ein erster wesentlicher Schritt;
  • Vorankommen in kleinen Schritten mag unscheinbar erscheinen, ist aber wirkungsvoller (als sich viel vorzunehmen und dabei dann auf der Strecke zu bleiben);
  • Probleme eines Familienmitglieds betreffen immer auch die anderen mit. Umgekehrt kann jeder etwas zur Lösung beitragen und eine Hilfe sein;
  • Die (Familien-) Welt sieht aus jedem Augenpaar ein bisschen anders aus. Eine etwas andere Sichtweise kann helfen, einen Ausweg aus einer vermeintlichen Sackgasse doch noch zu finden;
  • Selbst wenn nicht alle Familienmitglieder an der Problemlösung aktiv beteiligt sind oder sich beteiligen wollen, ist es nützlich, zumindest in Gedanken immer alle dabei zu haben.

In fachlicher Hinsicht ist meine Vorgehensweise stark an lösungsörientierter Kurztherapie, an systemischer Therapie und an motivierender Gesprächsführung ausgerichtet. Für alle diese Ansätze ist charakteristisch:

  • ein expliziter Respekt für die Erfahrung und Ansicht der ratsuchenden Personen,
  • eine besondere Aufmerksamkeit für die Ressourcen (Stärken) der Ratsuchenden, um diese mitunter verborgenen Stärken für die Lösung der aktuellen Schwierigkeiten nutzbar zu machen,
  • eine Konzentration auf Lösungen, die aus Sicht der Ratsuchenden Sinn machen (und nicht primär dem Therapeuten gefallen).

Aus meiner langjährigen Arbeit in der Medizin resultiert zudem eine (nicht in allen Bereichen der Psychotherapie geteilte) Wertschätzung für störungsspezifische Vorgehensweisen, jedenfalls dort, wo die systematische Überprüfung ihre Überlegenheit gezeigt hat. Daher ist meine Arbeitsweise bei Patienten mit Angststörungen an (kognitiv-) verhaltenstherapeutische Manuale angelehnt, bei depressiven Störungen orientiere ich mich an LinkInterpersoneller Psychotherapie, bei chronischen, nicht-organischen LinkSchlafstörungen an verhaltensmedizinischen Trainingsprogrammen, und bei Übergewicht/Adipositas beteilige ich mich im Netzwerk der tele-medizinischen Betreuung des Link ABC-Programms.

Weitere Informationen über meinen Werdegang finden Sie Linkhier